Berlin / Deutschland // Systemgastronomie // Lesedauer 8 Minuten
Die Pommesmanufaktur Frittenwerk revolutioniert die Fast-Food-Szene. Gegründet 2014 in Düsseldorf von den Brüdern Skendo, vereint dieser Schnellimbiss klassisches Junkfood mit kreativen Streetfood-Kreationen. Mit Herzblut und viel Liebe zum Detail werden Gäste an über 46 Standorten in ganz Deutschland verwöhnt. Frische Zutaten und einzigartige Rezepte, wie der kanadische Klassiker Poutine oder vegane Optionen, machen das Unternehmen zu einer beliebten Fast-Casual-Marke.

Wir alle lieben den unkomplizierten, eiligen Genuss to go. Egal ob Burger, Pasta, Kebab und Pizza; die fettigen Kalorienbomben sind zum festen Bestandteil unserer Esskultur geworden. Der weltweite Fast-Food-Markt wird Prognosen zufolge bis 2032 einen Wert von über 1186 Milliarden US-Dollar erreichen und dabei eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von nahezu 5 % aufweisen. Seit rund 100 Jahren feiert das schnell verfügbare Essen einen globalen Siegeszug. Dabei sind wahre Fast-Food-Giganten entstanden. Einen Blick auf die zehn erfolgreichsten Systemgastronomen zeigt, welcher Geschmack den kulinarischen Gaumen der Gäste am meisten entzückt:
McDonald’s
Der US-Burgerbrater McDonald’s ist mit mehr als 41.000 Restaurants in über 120 Ländern unangefochten Branchenleader.
Subway
Das US-Unternehmen Subway verfügt über mehr als 36.000 Standorte in über 100 Ländern und ist bekannt für seine frisch zubereiteten Sandwiches und Salate.
Starbucks
Die US-Kaffeekette Starbucks betreibt mehr als 38.000 Standorte in über 70 Ländern und dominiert den globalen Kaffeemarkt.
Kentucky Fried Chicken
Das US-Unternehmen Kentucky Fried Chicken führt mehr als 25.000 Restaurants in über 125 Ländern und präsentiert eine umfangreiche Palette an Hähnchenprodukten, darunter gebratenes Hähnchen, Nuggets und Sandwiches.
Burger King
Burger King zählt zu den größten Rivalen von McDonald’s und betreibt mehr als 19.000 Restaurants in über 100 Ländern. Das US-Unternehmen ist bekannt für seine königliche Auswahl an Burgern und Snacks.
Pizza Hut
Mit über 18.000 Restaurants in über 100 Ländern ist Pizza Hut die Nummer eins für Pizza-Liebhaber. Besonders bekannt sind die Pan Pizza mit dickem, knusprigem Boden.
Domino’s Pizza
Domino’s Pizza betreibt etwa 19.880 Filialen in über 80 Ländern. Bekannt ist Domino’s für seine vielfältigen Pizzavarianten, ergänzt durch ein breites Angebot an Beilagen wie Chicken-Wings, Brotstäbchen und Salate sowie Desserts.
Dunkin‘ Donuts
Dunkin‘ Donuts vertreibt an über 12.000 Standorten in 42 Ländern frische Donut-Varianten.
Krispy Kreme
Mit mehr als 1.000 Standorten in über 40 Ländern konzentriert sich Krispy Kreme weltweit auf die Herstellung und den Verkauf seiner ikonischen Süßwaren. Ab 2025 auch in Berlin, Deutschland.
Taco Bell
Taco Bell bietet eine Auswahl an sogenannten «Tex-Mex-Gerichten», eine Mischung aus mexikanischer und amerikanischer Küche. Das Unternehmen leitet über 7.200 Restaurants in den USA und rund 1.000 weitere Standorte in über 30 Ländern. Ab Sommer 2025 in Berlin, Deutschland.
Ist Fast-Food der schmackhafte Untergang der Menschheit?
Junkfood hat sich längst in der globalen Esskultur etabliert, ist leicht verfügbar und spart Zeit. Mittlerweile kennt jeder das miese Image am schnellen Genuss; Burger und Co. sind fettig und ungesund, enthalten zu viele Kalorien, jede Menge Salz und Zucker und eine vergleichsweise schlechte Nährstoffbilanz. Täglich entstehen Berge an Verpackungsmüll, was die Systemgastronomie alles andere als nachhaltig macht. Auch wenn es inzwischen ausreichend vegetarische und vegane Angebote gibt, liegt der Fokus bei Fast Food auf Fleisch. Dieses Fleisch stammt aus Massentierhaltung, die aus ethischer Sicht reine Tierquälerei ist. Und dennoch locken die Schnellrestaurants täglich rund fünf Millionen Deutsche in ihre Filialen. Doch es gibt sie, die innovativen Newcomer, welche den Dinosauriern der Branche zeigen, wie es anders gehen könnte.
Wie die Pommesmanufaktur McDonald’s das Fürchten lehrt
Klein aber oho: Frittenwerk triumphiert in der Fast-Food-Industrie mit ihrem Motto «Fresh. Food. Fast!». Es ist ein Kampf, wie der kleine David gegen den riesigen Goliath; innerhalb von 10 Jahren keimt aus einem Standort in Düsseldorf ein expandierender Big Player mit über 46 Filialen in Deutschland. Man findet die frittierten Kartoffelstäbchen an hochfrequentierten Lagen wie Innenstädten, Einkaufszentren und Bahnhöfen. Ist Deutschland ein Pommes-Land?



Herzstück des Kultlabels ist das kanadische Nationalgericht Poutine. Dabei handelt es sich um Pommes mit Käse und Bratensosse. Ungewöhnliche Fritten-Kreationen mit frischen Toppings und leckeren Saucen sind die Spezialität und Aushängeschild dieser Schnellimbiss-Kette. Und wie schmeckt die perfekt frittierte Pommes? Es ist der erste Biss, ein verführerisches Knistern, wenn man die goldbraune, knusprige Kruste durchbeißt, um zum weichen, intensiven Kartoffelkern zu gelangen. Angenehme, nussige Röstaromen und subtile Butterigkeit machen den Geschmack aus. Die Oberfläche gleichmäßig gebräunt und leicht glänzend, mit einer leichten Würzigkeit. So wird aus jedem Erdapfel ein kulinarisches Highlight, oder?
Warum ein Lifestyle-Konzept süchtig macht
Die Filialen des Trendsetters zeichnen sich durch einen unverkennbaren Look & Feel aus. Ein charakteristisches Design und eine einladende Atmosphäre sorgen für Wiedererkennung. Die Einrichtung, im typischen Industrial Style, mit anthrazitfarbenen Decken und hellen Holzelementen, verleiht dem Raum eine warme und natürliche Ausstrahlung. Große Fensterfronten sorgen für Tageslicht und eine transparente Atmosphäre. Ein besonderes Merkmal für Frische sind die lebenden, grünen Mooswände. Mit Licht, Pendellampen und auffälligen Leuchtschriften mit coolen Claims werden gekonnt Akzente gesetzt. Schwarz-Weiß-Fotografien an den Wänden verleihen dem Raum eine urbane Note. Das gesamte Interieur schafft ein warmes Wohlfühlambiente und lädt zum Verweilen ein. Die Mono-Formel des Unternehmens geht auf; der Verzehr von frittierten Kartoffeln in einem Umfeld mit gutem Design kommt bei Liebhabern der tollen Knolle an und floriert. Damit nicht genug. Die Chefetage kann mehr als nur gute Pommes.



Ob als Imbiss für zwischendurch oder als vollwertige, sättigende Mahlzeit – frische Zutaten, ganz ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker, leben eine bewusste Esskultur vor und bieten viele Optionen für Vegetarier und Veganer. Verarbeitet werden ausschließlich frische Kartoffeln, Gemüse und Fleisch von regionalen Bauern und Händlern. Auch bei der Verpackung setzt das Unternehmen konsequent auf plastikfrei: Von der Tragetasche, Pommes-Schale über die Gabel sind sämtliche Verpackungen biologisch abbaubar. Im hauseigenen Online-Shop findet der Gast eine kleine Auswahl an Merchandising; vom T-Shirt, Pullover, Accessoires und Kettchen. Diese Philosophie versetzt Frittenfans deutschlandweit in Verzückung. 2021 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 23 Millionen Euro. Dabei resultierte ein operativer Gewinn von rund 2,5 Millionen Euro. Das Konzept schmeckt auch einem Giganten aus der Schweiz und so kommt es bereits wenige Monate später zum Wendepunkt.
Hipster-Hype oder clevere Expansion?
Seit Juli 2022 gehört das Trendformat Frittenwerk zur schweizerischen Valora Holding AG. Valora verfolgt eine Multimarkenstrategie mit 13 Verkaufsformaten – darunter bekannte Brands wie beispielsweise K Kiosk, Brezelkönig, BackWerk, Back-Factory, Ditsch oder Caffè Spettacolo – und rund 2800 Verkaufsstellen an Hochfrequenzlagen in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Luxemburg und den Niederlanden. Täglich besuchen über eine Million Kunden die kleinflächigen, gut positionierten Shops, in denen sie von der Tageszeitung bis zur Brezel nahezu alles für unterwegs finden. 2023 verzeichnet das Unternehmen einen Umsatz von 2,94 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 8.5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Betriebsgewinn stieg um 34 Prozent auf knapp 73,7 Millionen Euro. Seit der Übernahme der Schweizer profitiert die Pommesmanufaktur von einem beschleunigten Wachstum. Die Anzahl der Standorte hat sich beinahe verdoppelt, der Gewinn soll sogar verdreifacht werden. Die meisten Restaurants des Unternehmens sind Eigenbetriebe, etwa ein Fünftel wird von Franchisepartnern betrieben. Frittenverliebte Kartoffel-Fans können aus der reichhaltigen Speisekarte die Fritten, Poutines und Bowls vor Ort bestellt und essen oder nach Hause liefern lassen. Mehrere Rezensenten beschreiben die Preise als überhöht im Verhältnis zur Leistung: Ein Kunde bezeichnet das Unternehmen als «überteuerter Hipsterladen». Ist das wirklich so?


Das Gastrokonzept geht auf. Die Rückmeldungen auf Tripadvisor sind mehrheitlich positiv. Auffällig ist das Engagement von Sebastian S.; er kommentiert alle Feedbacks zeitnah und professionell. Ein komplett anderes Bild zeigt sich auf Trustpilot. Hier sind die Kundenreaktionen zwar älter, aber überwiegend negativ. Dieses Bild ähnelt jenem vom Mutterkonzern. Die Valora Holding AG erhält auf Plattformen wie Trustpilot überwiegend negative Bewertungen. Meine eigenen Erfahrungen bestätigen dieses Bild. Reklamationen bei der Valora Holding AG blieben stets unbeantwortet. Sind die Schweiz Segen oder Fluch für den Newcomer?
Wie Frittenwerk mit einem knusprigen Triumph den Markt erobern kann
Gehören Sie auch zu den Liebhabern knuspriger Köstlichkeiten? In Arras wird die Zubereitung von Pommes Frites zur wahren Kunst erhoben. Die Saatgutfirma Desmazières hat die Kartoffel zur Grundlage ihres innovativen Ansatzes «Frites Art» gemacht. Das «Championnat du Monde de la Frite» begeistert auch 2024 wieder Tausende Besucher und bringt sowohl Sterne- als auch Hobbyköche zusammen. Mit fast 50.000 Besuchern ist dieses Event ein Muss für jeden Food-Liebhaber.

Im Mittelpunkt der Meisterschaft stehen verschiedene Kartoffelsorten. Vier Sorten konnten besonders überzeugen: Agria, Aztec Gold, Agata und Artemis. Der Wettbewerb unterstreicht, wie wichtig die richtige Kartoffelsorte für das perfekte Pommes-Erlebnis ist. Frittenwerk hat diese Erkenntnis genutzt und ist am 28. September 2024 für Deutschland beim Wettbewerb angetreten. Mit großem Erfolg: Die Pommesmanufaktur sicherte sich den Vize-Weltmeistertitel. Dieser Titel wird helfen, sich im deutschen Markt von Konkurrenten wie Pommesfreunde.de abzusetzen.
Fazit
Die Pommesmanufaktur Frittenwerk hat es geschafft, in der von Giganten wie McDonald’s und Subway dominierten Fast-Food-Branche eine erfolgreiche Nische zu besetzen. Mit einem Fokus auf hochwertige, frische Zutaten und köstliche Kartoffelkreationen, insbesondere dem kanadischen Klassiker Poutine, konnte sich das Unternehmen in kurzer Zeit zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten entwickeln. Durch die Spezialisierung auf Pommes und innovative Variationen hat das Unternehmen eine Lücke im Fast-Food-Markt geschlossen. Frische Zutaten und handwerkliche Herstellung differenzieren die Manufaktur von vielen Fast-Food-Ketten. Dank eines guten Branding und eines unverwechselbaren Designs in den Filialen wird ein hoher Wiedererkennungswert geschaffen. Ein starkes Wachstum sowie eine einfache Online-Bestellung sorgen für überdurchschnittlichen Zuwachs an Umsatz und Rendite. Der Schnellimbiss setzt konsequent auf biologisch abbaubare Verpackungen und die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten, was speziell bei der Generation Z auf große Zustimmung stößt. Die Pommesmanufaktur beweist, dass auch kleine Unternehmen in einem großen Markt erfolgreich sein können. Durch eine klare Markenpositionierung, eine konsequente Qualitätsausrichtung und eine innovative Produktpalette ist es möglich, sich von der Konkurrenz abzuheben. Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Folgen Sie uns auf Facebook, X oder Instagram, so dass Sie keinen unserer spannenden Porträts verpassen.
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